Aromen wirken tief in uns
Düfte begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Heute wissen wir: unser Geruchssinn und das limbische System sind eng miteinander verbunden. Daher kann das, was wir riechen, unsere Emotionen verändern, uns in eine besondere Stimmung versetzten und Erinnerungen wecken. Diese Kraft der Aromen, die den Menschen seit jeher instinktiv zugänglich waren, können wir für uns nutzen, auf vielfältige Art und Weise.
Das Räuchern von Weihrauch und anderen Harzen als auch die Verwendung von Ölen hat eine lange biblische Tradition. In der katholischen als auch orthodoxen Kirche ist das liturgische Räuchern bis heute gängige Praxis. Aber auch in anderen Kulturen werden diese oder andere Harze für spirituelle Zwecke verwendet. Warme, harzige Düfte wie Weihrauch oder Myrrhe werden oft als beruhigend und erdend empfunden. Die Wirkung von Düften ist dabei immer auch etwas Persönliches. Jeder Mensch verbindet Gerüche mit eigenen Erfahrungen und Erinnerungen. Wir glauben, dass es kein Zufall ist, dass bestimmte Essenzen für spirituelle Zwecke genutzt werden. In ihnen liegt eine tief verborgene Kraft, die uns hilft, zur Ruhe zu kommen und uns für das Geistliche zu öffnen.
Harze räuchern
Harze können mit Hilfe von Räucherkohle verräuchert werden, so wird es auch in der Kirche gemacht. Wir möchten euch hier die „einfachere Hausvariante“ darlegen. Weihrauch und Myrrhe werden in einer kleinen Menge in das Sieb eines Räucherstövchens gelegt und mit einem Teelicht erhitzt. Anfangs raucht es stärker, das liegt daran, dass zuerst die flüchtigen Duftstoffe verdampfen. Dann geht es in ein sanfteres, aber tiefes Dufterlebnis über. Das Harz kann entsorgt werden, wenn es neutral oder leicht verbrannt riecht oder es „verkohlt“ aussieht. Man kann auch ein kleines Metallplättchen in das Sieb legen oder statt des Siebes ein etwas größeres Metallplättchen verwenden, dass auf das Stövchen gelegt wird. Dadurch kann nichts in die Flamme tropfen, und es sorgt für einen insgesamt sanfteren Räucherprozess. Natürlich sollte ein Feuer, auch wenn es nur ein Teelicht ist, nur unter Aufsicht brennen. Je nach Sorte kannst Du – ganz grob – mit einem Dufterlebnis von 15 – 45 Minuten rechnen.
Ätherische Öle als Duftöl
Der Begriff „ätherisches Öl“ ist ein ungeschützter Begriff. Bei unseren Ölen handelt es sich um naturbelassene Öle, d.h. sie werden direkt aus der Pflanze bzw. dem Harz gewonnen und sind zu 100% rein und natürlich. Außerdem werden sie in schonenden Verfahren gewonnen, was einen entscheidenden Einfluss auf ihre Qualität hat. Trotz ihrer „Natürlichkeit“ ist ihre Wirkung intensiv. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass ätherische Öle in der Regel nicht direkt auf die Haut aufgetragen werden sollten, sondern in verdünnter Form. Gleiches gilt für das Erhitzen des Öls, wie es in der Duftlampe passiert.
Für Diffuser oder Duftlampe genügen meist wenige Tropfen. Gib das ätherische Öl, ca. 3 – 10 Tropfen, je nach Geschmack und Raumgröße, zusammen mit Wasser in den Diffuser oder die Schale der Duftlampe. So kann sich der Duft sanft und gleichmäßig im Raum entfalten.
Hautpflege
Ätherische Öle können, vermischt mit einem Trägeröl, für die Pflege der Gesichtshaut als auch für den gesamten Körper genutzt werden. Unser Weihrauchöl entfaltet so seine beruhigenden, regenerierenden und pflegenden Eigenschaften. Als Trägeröl eignen sich beispielsweise Mandel-, Jojoba-, Argan- oder Hagebuttenkernöl.
Für die Gesichtspflege reichen 1 – 2 Tropfen auf 10ml Trägeröl. Verwende es nach der Gesichtsreinigung, am besten auf der noch leicht feuchten Haut oder nach der Verwendung eines Serums. Für kurze Momente der Ruhe empfehlen wir dir, ein kleines Fläschchen von dem Gesichtsöl bei dir zu tragen, so kannst du es zwischendurch auf die Schläfe oder die Stelle zwischen den Augen träufeln, tief durchatmen und wieder in deine Kraft kommen.
Entspannungsbad
Nach einem langen Tag kann ein Bad eine echte Wohltat sein. Insbesondere, wenn man das Baden als ein keines Ritual gestaltet. Kerzenschein, klassische Musik, was immer dir gefällt und dich am besten abschalten lässt. Um die Wirkung noch zu intensivieren, kannst du ein ätherisches Öl wie Weihrauchöl verwenden. Da Öl sich nicht mit Wasser mischt, braucht es einen Emulgator. Du kannst ca. 5 - 7 Tropfen mit 1 EL Honig, 2 EL Badesalz oder 3 EL Sahne oder Milch mischen und zum Wasser dazu geben.
Möchtest du gerade kein Vollbad nehmen oder hast keine Badewanne, dann kann ein Fußbad eine wunderbare Alternative sein. Über unsere Fußsohlen scheiden wir besonders viele Giftstoffe aus und nehmen wiederum heilende Stoffe auf. Reduziere die Menge des ätherischen Öls auf 1 – 3 Tropfen und nimm von Honig, Salz oder Sahne jeweils einen TL statt einen EL.